Sprüche über Geld
707 Sprüche — Seite 8
Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.
Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.
Das Geld zieht nur den Eigennutz an und verführt stets unwiderstehlich zum Missbrauch.
— Albert Einstein
Ich mache mir immer wieder Vorwürfe, dass meine Malerei nicht wert ist, was sie kostet.
— Vincent van Gogh
Ich würde gern leben wie ein armer Mann mit einem Haufen Geld
— Pythagoras
Versuchungen bekämpft man am besten mit Geldmangel und Rheumatismus
— Joachim Ringelnatz
Mit tierischer Geschäftigkeit häuft man einen Berg von Reichtum an, das Leben aber bleibt dabei arm.
— Epikur
Was Ungeduld ist, kann nur der ermessen, der einen steinreichen, kranken Erbonkel hat.
— Mark Twain
Geld verdienen ist schon schwer, Geld erhalten noch viel mehr
— Wilhelm Busch
Ein freundliches Wort kostet nichts, und dennoch ist es das Schönste aller Geschenke
— Daphne du Maurier
Das große Geschäft ist das Geld der anderen!
— Alexandre Dumas
Jede Wirtschaft beruht auf dem Kredit-System, das heißt auf der irrtümlichen Annahme, der andere werde gepumptes Geld zurückzahlen
— Kurt Tucholsky
Die Fähigkeit, auf welche die Menschen den meisten Wert legen, ist die Zahlungsfähigkeit
— Oscar Blumenthal
Aufmerksamkeit auf einfache kleine Sachen zu verschwenden, die die meisten vernachlässigen, macht ein paar Menschen reich.
— Henry Ford
Der Geizige spricht gewöhnlich nur von seinen Ausgaben, der Verschwender von seinen Einnahmen.
Die Familie ist ein steuerlich begünstigter Kleinbetrieb zur Fertigung von Steuerzahlern.
— Friedrich von Schlegel
Geld erwerben, erfordert Klugheit; Geld bewahren erfordert eine gewisse Weisheit, und Geld schön auszugeben, ist eine Kunst.
— Berthold Auerbach
Der ärmste Mensch, den ich kenne, ist der, der nichts hat außer Geld.
— John D. Rockefeller
Geld ausgeben ist Sünde, wenn keine unbedingte Notwendigkeit dazu besteht.
— Leo Tolstoi
Als ob es eine Kunst wäre, mit viel Geld ein anständiges Mahl herzurichten! Kinderleicht ist das, der größte Esel bringt das zuwege. Wer sein Handwerk versteht, der braucht wenig Geld und kocht trotzd …
— Jean-Baptiste Molière
Es gibt zählbare und fühlbare Reichtümer
— Else Pannek
Wer das Geld liebt, wird nicht satt, wer den Ruhm sucht, wird nicht gesättigt.
— Bernhard von Clairvaux