Sprüche über Geld
707 Sprüche — Seite 18
Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.
Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.
Wo Geld vorangeht, da stehn alle Wege offen.
Wenn Sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen Sie einen zweiten bereithalten, um das bekanntzugeben
— Henry Ford
Sparen, das ist die goldene Mitte zwischen Geiz und Verschwendung
— Theodor Heuss
Trägheit will gern langsam sein, Armut holt sie bald auch ein.
Alte Knaben haben genauso ihr Spielzeug wie die Jungen: der Unterschied liegt lediglich im Preis
— Benjamin Franklin
Besser ohne Abendbrot zu Bette geh'n, als mit Schulden aufzusteh'n.
Es gibt so viele Dinge, die man nicht mit Geld bezahlt, wohl aber mit einem Lächeln, einer Aufmerksamkeit, einem "Danke"
Eine Gemeinde kann ihr Geld nicht besser anlegen, als indem sie Geld in Babys steckt.
— Winston Churchill
Geld ist eine neue Form der Sklaverei.
— Leo Tolstoi
Der Geizhals tut niemandenm etwas Gutes, aber behandelt sich selbst am schlechtesten
— Publius Syrus
Wer nicht auf Bargeld sieht, ist kein rechter Händler.
Unvermutet, wie zumeist, kommt die Tante zugereist. Herzlich hat man sie geküßt, weil sie sehr vermöglich ist.
— Wilhelm Busch
Nicht auf seine Leut' aufpassen, heisst, den Geldsack offen lassen.
Ein kluger Mann lebt weder geistig noch finanziell über seine Verhältnisse.
— Philip Chesterfield
Der Ärzte Fehler werden mit Erde verdeckt, und die der Reichen mit Geld
Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.
— Jean Anouilh
Sparsamkeit ist die Lieblingsregel aller halb lebendigen Menschen.
— Henry Ford
Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert.
Die Arbeit auf dem Rücken trägt den Lohn, wie man zu sagen pflegt.
Schönheit sollte besteuert werden, und jede schöne Frau sollte ihre Steuer selbst festsetzen. Eine solche Steuer würde gerne gezahlt und hätte die besten Wirkungen.
— Jonathan Swift