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Sprüche über Leben

1598 Sprüche — Seite 101

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Ein neues Buch, ein neues Jahr - was werden die Tage bringen? Wird's werden, wie es immer war, halb scheitern, halb gelingen? Ich möchte leben, bis all dies Glühn rücklässt einen leuchtenden Funk …

    Theodor Fontane

  2. Auf dem Herzen steht, wie auf gewissen Medizinen: Vor Gebrauch schütteln.

    Rainer Maria Rilke

  3. Gedanken, die schockweise kommen, sind Gesindel. Gute Gedanken erscheinen in kleiner Gesellschaft. Ein göttlicher Gedanke kommt allein.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  4. Man sollte es nicht für möglich halten, aber auch die Tugenden müssen ihre Grenzen haben

    Immanuel Kant

  5. Ein Leben ohne Feste ist wie ein langer Weg ohne Einkehr.

    Demokrit

  6. Auf dass mein Haus voll werde.

  7. Ach, meine Lieben! Wie oft im Leben wirft uns das Schicksal seinen tragischen Hut vor die Füße, und wir mögen tun, was wir wollen, Verdruß gibt's doch

    Wilhelm Busch

  8. Ein Hagestolz ist viel allein, er wird im Alter einsam sein. Doch lieber sollst du ledig leben als deiner Frau die Hosen geben.

  9. Das Leben ist seinem inneren Wesen nach ein ständiger Schiffbruch.

    José Ortega y Gasset

  10. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern hauptsächlich von Schlagworten.

    Robert Louis Stevenson

  11. Das Leben ist wie eine Rolle auf dem Theater. Es kommt nicht darauf an, dass lange, sondern dass gut gespielt wird.

    Seneca

  12. Leichter trägt, was er trägt, wer Geduld zur Bürde legt

    Friedrich von Logau

  13. Viel besser als ein guter Wille wirkt manchmal eine gute Pille.

    Wilhelm Busch

  14. Wer Hohes ersteigen will - unten muss er beginnen. Wer Fernes erlaufen will - den ersten Schritt muss er tun.

  15. Wer keinen Charakter hat, ist kein Mensch; er ist nur eine Sache.

    Nicolas Chamfort

  16. An sich ist Müßiggang nicht Wurzel allen Übels, sondern ist, im Gegenteil, ein geradezu göttliches Leben, solange man sich nicht langweilt.

    Sören Kierkegaard

  17. Die Welt wird schön an jenem Tag, da Mutter nicht mehr kommen mag.

    Joachim Ringelnatz

  18. Treue im Kleinsten macht die Treue dir leicht im Großen

    Johann Kaspar Lavater

  19. Wer nicht übertreibt, ist uninteressant.

    Gustav Mahler

  20. Treibt der Champagner das Blut erst im Kreise, dann wird's ein Leben, herrlich und frei!

    Lorenzo da Ponte