Sprüche über Leben
1598 Sprüche — Seite 33
Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.
Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.
Wahrlich, unser Leben währet nur kurz, darum durchmesst seine Bahnen auf das Fröhlichste!
— Euripides
Das wahre und sichtbare Glück des Lebens liegt nicht außerhalb, sondern in uns.
— Johann Peter Hebel
Wenn zwei Verantwortung tragen, ist keiner verantwortlich.
Die Geburt bringt nur das Sein zur Welt; die Person wird im Leben erschaffen.
— Théodore Simon Jouffroy
Die Geburt bringt nur das Sein zur Welt; die Person wird im Leben erschaffen.
— Théodore Simon Jouffroy
Hinaus! Letzte Worte sind für Narren, die noch nicht genug gesagt haben.
— Karl Marx
Sonne kann nicht ohne Schein, Mensch nicht ohne Liebe sein.
— Johann Wolfgang von Goethe
May you live all the days of your life. Mögest du alle Tage deines Lebens leben!
— Jonathan Swift
Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen
— Albert Schweitzer
Bei zu viel Diskussion geht die Wahrheit unter.
Vorsicht ist die Einstellung, die das Leben sicherer macht, aber selten glücklich.
— Samuel Johnson
Die Küken zählt man erst im Herbst.
Wie die Ros' in deinem Haare, Mädchen, bist du bald verblüht; schönes Mädchen, ob bewahre vor dem Welken dein Gemüt!
— Nikolaus Lenau
Heirate und du bist wohlauf für eine Woche! Schlachte ein Schwein und du bist wohlauf für einen Monat! Werde Priester und du bist versorgt fürs ganze Leben.
Die größte Liebe ist die der Mutter, dann kommt die des Hundes und dann die eines Schatzes.
Wer denkt mitten im Strom noch an die Quelle
Wer sich selbst tadelt, lobt sich selbst.
Des Lebens große Stürme, wenn sie vorüber sind, so mögen sie dir scheinen, sie wären leichter Wind.
Scheint dir auch mal das Leben rauh, sei still und zage nicht: die Zeit, die alte Bügelfrau, macht alles wieder schlicht.
— Wilhelm Busch
Des Lebens Mühe lernt uns allein des Lebens Güter zu schätzen.
— Johann Wolfgang von Goethe