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Sprüche über Leben

1598 Sprüche — Seite 138

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. So wie keine Blume ohne Farbe gedacht werden kann, so ist kein Mensch ohne Poesie.

    Sophie Bernhardi

  2. Instinkt ist nichts anderes als die Intelligenz der Schöpfung.

    Jean-Henri Fabre

  3. Zur Energie des Handelns gehört auch die Energie des Entsagens

    Ludwig Purtscheller

  4. Binde deine Wünsche an einen Stern.

    Leonardo da Vinci

  5. Alle wichtigen Fragen entscheiden sich besser in der Nacht.

    Epicharmos

  6. Talent haben ist das Beste, das zweite, etwas lernen.

    Epicharmos

  7. Von der Freiheit kann man auch nicht ein Stückchen abschneiden, weil die Freiheit sich sofort in diesem Stückchen zentralisieren würde.

    Michail Bakunin

  8. Das Schicksal setzt den Hobel an und hobelt alle gleich.

    Ferdinand Raimund

  9. Überall hat man den Himmel über sich.

    Francesco Petrarca

  10. Es gibt ja nichts so Unwilliges wie das Alter.

    Francesco Petrarca

  11. Selbstlosigkeit ist ausgereifter Egoismus

    Herbert Spencer

  12. Auf irgendeine Weise sind alle Menschen Krüppel

    Hermann Stehr

  13. Leidenschaft ist konsequenter als Vernunft.

    Otto Weiss

  14. Es gibt nacheinander und nebeneinander unzählig viele Welten.

    Anaximander

  15. Das Wort ist Medium der Erinnerung.

    Ferdinand Ebner

  16. Hoffnung heißt der Morgenstern, Sehnsucht der Abendstern.

    Theodor Toeche-Mittler

  17. Die Willkür kennt nur den blinden Eigenwillen.

    Karoline Freiin von Wolzogen

  18. So ist's nun mal auf dieser Welt, und ich find's gar nicht gut: Die kleinen Diebe hängt man, vor den großen zieht man den Hut.

  19. Wie sich der Teil zum Ganzen verhält, so die Ordnung des Teils zur Ordnung des Ganzen.

    Dante Alighieri

  20. Es lässt der innere Drang des Herzens nicht der Klugheit Raum.

    Friedrich Schleiermacher