Sprüche über Leben
1598 Sprüche — Seite 18
Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.
Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.
Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat.
— Nicolas Chamfort
Das Leben ist wie Fahrrad fahren. Man muss sich ständig vorwärts bewegen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.
— Albert Schweitzer
Der beste Mensch wird manchmal zornig, kein Liebespaar kann immer kosen. Die schönsten Rosen selbst sind dornig, doch schlimm sind Dornen ohne Rosen.
— Friedrich von Bodenstedt
Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann leisten kann
— Karl Marx
Melancholie ist das Vergnügen, traurig zu sein.
— Victor-Marie Hugo
Wer sich in Gott geborgen weiß, sieht das ganze Leben in einem anderen Licht.
— Rainer Haak
Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe, ich schwör's euch.
— Rainer Maria Rilke
Hier ist gut sein, hier lasst und Hütten bauen!
Die Liebe ist wie ein Gewürz. Es kann das Leben versüßen - aber es auch versalzen.
— Konfuzius
Es gehört immer etwas guter Wille dazu, selbst das Einfachste zu begreifen, selbst das Klarste zu verstehen.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Gescheit gedacht und dumm gehandelt, so bin ich meine Tage durchs Leben gewandelt.
— Franz Grillparzer
Sein Prinzip ist überhaupt: was beliebt ist auch erlaubt; denn der Mensch als Kreatur hat von Rücksicht keine Spur.
— Wilhelm Busch
Das Leben wär nur halb so nett, wenn keiner einen Vogel hätt.
Zufriedenheit übertrifft Reichtum.
— Jean-Baptiste Molière
Der Bürger wünscht die Kunst üppig und das Leben asketisch; umgekehrt wäre es besser.
— Theodor W. Adorno
Wer keine Zeit hat, ist noch ärmer als der ärmste Bettler.
Um Erfolg in der Welt zu haben, muss man närrisch scheinen und weise sein.
— Charles-Louis de Montesquieu
Von weitem grüßen ist besser als in der Nähe zanken.
Der größte Schritt ist der durch die Tür.
Ist einer heiter, so ist es einerlei, ob er jung oder alt, gerade oder bucklig, arm oder reich sei, er ist glücklich.
— Arthur Schopenhauer