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Sprüche über Leben

1598 Sprüche — Seite 92

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.

    Marcus Tullius Cicero

  2. Was für eine Frau das Parfüm, ist für den Mann der Zigarrenduft.

    Detlef von Liliencron

  3. Das Schwache ist ein Charakterzug unseres Jahrhunderts.

    Johann Wolfgang von Goethe

  4. Das einzige, was ich an der Freiheit liebe, ist der Kampf um sie.

    Henrik Johan Ibsen

  5. Anmut umgibt die Eleganz und kleidet sie.

    Joseph Joubert

  6. Die Sentimentalität ist das Alibi der Hartherzigen.

    Arthur Schnitzler

  7. Wer die Welt vernünftig ansieht, den sieht auch sie vernünftig an.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  8. Diese Frage ist zu gut, um sie mit einer Antwort zu verderben.

    Robert Koch

  9. Mir imponieren nur die Ratschläge und Grundsätze, die der Ratgebende selbst beherzigt.

    Rosa Luxemburg

  10. So geht es oft mit einer Unterhaltung: Nach einer Weile vergeblicher Auseinandersetzung merkt man, dass man gar nicht von derselben Sache gesprochen hat

    André Gide

  11. Bruderliebe sieht oft trübe.

  12. Glück ist niemals ortsgebunden, Glück kennt keine Jahreszeit, Glück hat immer den gefunden, der sich seines Lebens freut.

    Clemens Brentano

  13. Das Leben ist kein Problem, das man lösen, sondern eine Wirklichkeit, die man erfahren muss.

    Sören Kierkegaard

  14. Die Red' ist uns gegeben, damit wir nicht allein vor uns nur sollen leben und fern von Leuten sein.

    Simon Dach

  15. Am Ende des längsten Lebens sind wir immer noch Anfänger.

    John Henry Newman

  16. Jugendfrische hin und her, erst mit 50 ist man wer. Schönheitspflege und Diät, es wird versucht, was alles geht. Denn mit 50 geht's zur Sache, nimm's nicht tragisch, sondern lache!

  17. Hoffnung ist der krankhafte Glaube an den Eintritt des Unmöglichen.

    H. L. Mencken

  18. Ein Blick ins Glas gibt mehr Sehschärfe als das beste Scherenfernrohr

    Joachim Ringelnatz

  19. Der Brief ist und bleibt ein unvergleichliches Mittel, auf ein junges Mädchen Eindruck zu machen; der tote Buchstabe wirkt oft stärker als das lebendige Wort.

    Sören Kierkegaard

  20. Glück ist ein Parfüm, das du nicht auf andere sprühen kannst, ohne selbst ein paar Tropfen abzubekommen.

    Ralph Waldo Emerson