Sprüche über Leben
1598 Sprüche — Seite 5
Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.
Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.
Die Reiter machen viel Vergnügen, besonders wenn sie drunten liegen
— Wilhelm Busch
Es gibt Momente, wo ich finde, dass die Sprache noch gar nichts ist.
— Ludwig van Beethoven
Mit sich selbst ist man nicht immer in der vornehmsten Gesellschaft
— Wilhelm Busch
Wer die Kunst versteht, mit sich selbst leben zu können, kennt keine Langeweile.
— Erasmus von Rotterdam
Lasst uns das Leben geniessen, solange wir es noch nicht begreifen.
— Kurt Tucholsky
Ansprüche machen das Leben schwer. Das glückliche Leben beginnt, wenn man sie aufgibt
— Nicolas Chamfort
Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen
— Albert Schweitzer
Eine Frau wird zweimal verrückt: Wenn sie liebt und wenn sie anfängt, grau zu werden.
Phantasie ist wichtiger, als Wissen, denn Wissen ist beschränkt
— Albert Einstein
Wo es kein Gespräch mehr gibt, beginnt die Gewalt.
— Sokrates
Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.
— Francis Bacon
Wie schade, dass wir im Leben unsere Lektionen immer erst bekommen, wenn wir gar nichts mehr damit anfangen können
— Oscar Wilde
Eine Lüge, die ein Leben trägt, ist besser als eine Wahrheit, die ein Leben zerstört.
Solange ich klein bin, gebt mir tiefe Wurzeln. Wenn ich groß bin, gebt mir Flügel.
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.
— Konrad Adenauer
Zeitungen und Romane lesen ist so etwas wie Tabak rauchen - ein Mittel, um zu vergessen.
— Leo Tolstoi
Das Publikum beklatscht ein Feuerwerk, aber keinen Sonnenaufgang.
— Christian Friedrich Hebbel
Was bringt Erziehung zuwege? Sie macht einen gerade gezogenen Graben aus einem frei dahinschlängelnden Bach.
— Henry David Thoreau
Einmal entsandt, fliegt das Wort unwiderruflich dahin.
— Horaz
Wir vergeben oft denjenigen, die uns langweilen, aber niemals jenen, die wir langweilen.
— François de la Rochefoucauld