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Sprüche über Leben

1598 Sprüche — Seite 93

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Eine Frau kann hundert Männer täuschen, aber nicht eine einzige Frau

  2. Sei wie das Veilchen im Moose, sittsam, bescheiden und rein. Und nicht wie die stolze Rose, die immer bewundert will sein.

  3. Es war einmal ein Lattenzaun, mit Zwischenraum hindurchzuschaun. Ein Architekt, der dieses sah, stand eines Abends plötzlich da - und nahm den Zwischenraum heraus und baute draus ein großes Haus. …

    Christian Morgenstern

  4. Tugend will ermuntert sein, Bosheit kann man schon allein!

    Wilhelm Busch

  5. Was du nicht willst, dass man dir tu das füg auch keinem andern zu.

  6. Sei heiter und vergnügt und nimm teil an der Freude der anderen. Dabei fällt dann immer auch etwas eigene Freude ab.

    Theodor Fontane

  7. Liebe ist weder eine Sache der Vernunft, noch darf sie sich verlieren in Ehrgeiz oder Drang nach Großem. Sie ist ein zweites Leben, wächst in die Seele hinein, wärmt jede Ader und schlägt mit jedem P …

    Joseph Addison

  8. Ein Bußgeld für jeden, der sich Gedanken über das Leben macht. Lasst doch das Leben endlich in Ruhe!

    Jules Renard

  9. Im Wachstum des Lebens hat jede Stufe ihre Vollendung: die Blüte sowohl als die Frucht.

    Rabindranath Tagore

  10. Die Ehe ist ein Kampf auf Leben und Tod.

    Honoré de Balzac

  11. Alles, was das Leben ist, sind die Träume nach Rache.

    Paul Gauguin

  12. Immer wird uns das Vertrauen eines der größten und beglückensten Geschenke menschlichen Zusammenlebens bleiben.

    Dietrich Bonhoeffer

  13. Wir sind geboren, um gemeinsam zu leben, und unsere Gesellschaft ähnelt einem Gewölbe, in dem Steine einander am Fallen hindern.

    Seneca

  14. Wer mich tadelt, gibt zu erkennen, dass etwas Gutes in mir sei.

    Friedrich von Logau

  15. Nicht, was er mit seiner Arbeit erwirbt, ist der eigentliche Lohn des Menschen, sondern was er durch sie wird.

    John Ruskin

  16. Gegen die Zukunft kann man nicht kämpfen. Die Zeit ist auf ihrer Seite.

    William Ewart Gladstone

  17. Alt wird man wohl, wer aber klug?

    Johann Wolfgang von Goethe

  18. Ich möchte glücklich sein, um glücklich machen zu können. Kein Glück ohne Gast.

    Christian Morgenstern

  19. Sei immer bescheiden, verlang nie zu viel, dann kommst du zwar langsam, aber sicher zum Ziel

  20. Wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben

    Franz von Assisi