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Sprüche über Leben

1598 Sprüche — Seite 21

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Pantha rei. Alles fließt.

    Heraklit von Ephesos

  2. Es muss ein Defekt sein, in Geldwert zu denken, wenn die Währung Leben heißt.

    Else Pannek

  3. Des Menschen Leben ist ein kurzes Blühen und ein langes Welken.

    Ludwig Uhland

  4. Arbeit macht das Leben süß, macht es nie zur Last, der nur hat Bekümmernis, der die Arbeit hasst.

  5. Die Schönheit der Dinge, lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet.

    David Hume

  6. Der Historiker ist ein Reporter, der überall dort nicht dabei war, wo etwas passiert ist.

    William Somerset Maugham

  7. Dem Alter, nicht der Jugend sei's geklagt, wenn uns das Alter nicht behagt.

    Gotthold Ephraim Lessing

  8. Du kannst mit deinem Leben ein besseres Zeugnis ablegen als mit deinen Lippen.

    Oliver Goldsmith

  9. Mit wem du gelacht hast, kannst du vielleicht vergessen, mit wem du geweint hast - nie.

  10. Man macht das Leben nicht leichter, wenn man es seichter macht

    Margarete Seemann

  11. Gott gibt jedem Vogel seine Nahrung, wirft sie ihm aber nicht ins Nest.

  12. Wahrheit kann man auch freundlich sagen.

  13. Wer ins kalte Wasser springt, taucht ins Meer der Möglichkeiten

  14. Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben; intensiv leben wollte ich. Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht Leben war. Damit ich nicht in der Todess …

    Henry David Thoreau

  15. Der Angeber kauft zuerst die Sporen und borgt dann ein Pferd

  16. Am liebsten sind mir die Menschen, deren Bekanntschaft mir erspart bleibt.

    André Gide

  17. Wer vor sich selber flieht, wird immer eingeholt.

    Ernst Wiechert

  18. Mache dich nicht so wichtig - es gibt größere Zwerge als du einer bist.

    John Knittel

  19. Ich habe keine andre Pflicht als die der Lebenslust: so glücklich als möglich zu leben.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  20. Erstaunlich, dass der Mensch nur hinter einer Maske ganz er selbst ist.

    Edgar Allan Poe