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Sprüche über Leben

1598 Sprüche — Seite 65

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Und neigt sich auch der Abend viel zu früh mit seinen dunklen Schwingen übers Tal so war ein Leben doch ein Wunder und ein Geschenk der Liebe allzumal

  2. Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes, dem das Leben gehört, und das ist der Mut.

    Theodor Fontane

  3. An seinen Idealen zu Grunde gehen können heißt lebensfähig sein.

    Peter Altenberg

  4. Wir sterben des Todes und sind wie Wasser, das auf die Erde gegossen wird und das nicht wieder gesammelt werden kann; aber Gott will nicht das Leben wegnehmen.

  5. Ein glückliches Leben besteht in erster Linie aus Freiheit von Sorgen.

    Marcus Tullius Cicero

  6. Leben = Eine Reise, die heimwärts führt

    Herman Melville

  7. Ein lästiger und ungezogener Tischgenosse zerstört alle Lust.

    Plutarch

  8. Es gibt nur ein Mittel, auf den kommenden Tag zu verzichten. Sterben.

    Victor-Marie Hugo

  9. Reue ist die Ebbe nach der Flut der Leidenschaft.

    Peter Sirius

  10. Je mehr es abwärts geht, je reicher wird das Leben.

    Friedrich Rückert

  11. ... die Liebe ist kein Kinderspiel, aber das schönste, tiefste und liebste Spiel des Lebens selber.

    Diotima

  12. Lass das lange Vorbereiten, fang dein Leben an beizeiten.

    Eduard von Bauernfeld

  13. Man ist geduckt, geschockt, verwirrt und merkt, dass man schon dreißig wird. Man schaut die anderen an - mit List, stellt fest, dass man erst dreißig ist.

  14. Der Beruf ist der Weg, das Individuum auf eine Weise, die der Gesamtheit dient, vom Leben zum Tod zu bringen.

    Emil Gött

  15. Man ist ja von Natur kein Engel, vielmehr ein Welt- und Menschenkind, und ringsumher ist ein Gedrängel von solchen, die dasselbe sind.

    Wilhelm Busch

  16. Es gibt zwei Dinge, die ein Highlander nackt mag, und eine davon ist Malt Whisky

  17. Wer das Leben liebt und den Tod nicht scheut, geht fröhlich durch die sinkende Zeit.

    Theodor Körner

  18. Die Gegenwart eines Gedankens ist wie die Gegenwart einer Geliebten

    Arthur Schopenhauer

  19. Was einer daheim hat, das braucht er nicht aussen zu suchen.

  20. Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern.

    Christian Johann Heinrich Heine